Social-Media-Nutzer arbeiten länger

Den  Retweet von Ellen Trude (@e_trude) mit obigem Titel liess mich sofort inne halten. Das tönt ja schon mal spannend. Der amerikanische Marktforscher Forrester Research hat sich verschiedene US-Unternehmungen vorgeknöpft und dort die Verbreitung und Nutzung von Social Media analyisert. Die Ergebnisse sind spannend. Sie haben daraus den typischen Social Media-Nutzer herausgeschält – und der ist gar nicht der typische Gen-Y-User:

  • Er entspricht dem Bild des Early Adopters, der Neuerungen offen gegenübersteht. In der Regel verdient er recht gut und betont die positiven Aspekte der aktuellen Technik für sein Leben.
  • Als vielbeschäftigter Mitarbeiter im Unternehmen sucht er ständig nach Lösungen, um Abläufe zu rationalisieren.
  • Die Vernetzung verschafft ihm schnelleren Zugang zu relevanten Informationen. Dadurch ist der Social-Media-Nutzer produktiver.
  • Seine Wochenarbeitszeit ist etwa zweieinhalb Stunden länger als die der nicht vernetzten Kollegen. Das liegt vornehmlich daran, dass 49 Prozent der Social-Media-Fans im Management arbeiten und einen längeren Arbeitstag haben.
  • Er ist zwischen 32 und 45 Jahre alt.

Vor allem der letzte Punkt überrascht. Es sind, wie gesagt, nicht die klassischen Gen-Y-Altersgruppen, sondern eher die Generation X! Mehr dazu, direkt im Artikel der Computerwoche.

Ein weiterer interessanter Punkt, war dann das Ergebnis auf die Frage, weshalb die Nutzer die Social Media Plattform so intensiv und regelmässig nutzen.

Forrester_

Forrester Research gab nach der Analyse Social Media Tipps heraus. Diese möchte ich hier wörtlich übernehmen und festhalten:

Socia_media-nutzungstipps_forrester
  • Fünf Tipps für das Social Enterprise: Social Media in Unternehmen wird häufig im Rahmen von Content- und Cololaboration-Projekten eingeführt, um die Zusammenarbeit zu fördern. Damit die Tools ihre Wirkung entfalten, sollten Unternehmen folgende Ratschläge beachten.
  • Überdenken Sie Ihre Richtlinien: In vielen Unternehmen ist der Zugriff auf öffentliche Netzwerke wie Facebook und Twitter verboten. Das wird Mitarbeiter nicht davon abhalten, auf diese Seiten via Smartphone zuzugreifen. Forrester rät zu Richtlinien, die den verantwortungsvollen Umgang fördern. Dazu sollten aktuelle Policies so aktualisiert werden, dass sie genau beschreiben, was erlaubt und verboten ist.
  • Fördern Sie frühe Nutzer: Der Netzwerkeffekt von mehreren Millionen Nutzern in öffentlichen Diensten lässt sich nicht kopieren. Hilfreich ist es aber, besonders netzaffine Mitarbeiter zu ermuntern, das interne Social-Media-Profil ähnlich engagiert zu pflegen, wie sie es mit ihren öffentlichen Facebook- und LinkedIn-Seiten tun.
  • Nutzen Sie die Erfahrung der ­Mitarbeiter:Besonders gut vernetzte Mit­arbeiter können in intensiven Gesprächen wertvolle Hinweise geben, wie und warum sie Social-Media-Plattformen einsetzen. Dazu müssen die Verantwortlichen diese ungewöhnlich aktiven Nutzer identfizieren, und zwar unabhängig davon, ob sie auf internen und externen Plattformen unterwegs sind.
  • Holen Sie das Management ins Boot: Eine Social-Media-Strategie und ihre Umsetzung braucht Zeit und Ressourcen. Daher rät Forrester, die Unternehmensleitung frühzeitig zu konsultieren. Sie kann bei der Auswahl der Plattform helfen und als aktiver Anwender mit gutem Beispiel vorangehen.
  • Weniger ist mehr: Wichtig ist ein Tool, dass die zuvor ­formulierten Anforderun­gen der Mitarbeiter erfüllt. Mehrere parallel betriebene Lösungen sind selten hilfreich. Forresters Umfrage hat gezeigt, dass nur wenige Nutzer mehr als zwei Plattformen bedienen wollen.

Also ich fand’s spannend….

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